Das Drehbuch

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Entstehung

Das Drehbuch zu „Freudenhaus„ (AT) wurde von den Teilnehmern des Kurzfilm-Seminars gemeinsam via eMail und Internetforum entwickelt. Zunächst waren von jedem Teilnehmer zwei Ideen eingereicht worden, die diskutiert wurden, und unter denen Veit Helmer dann vier zur Weiter-Entwicklung auswählte. Wahlweise zu einer der vier Ideen schreib dann jeder aus dem Team ein Drehbuch, welche bis zum Drehbuchtreffen auf der „Werkstatt für junge Filmer„ von Veit gesichtet wurden, und dort fiel am 2. Juni die Entscheidung für die Ausarbeitung der Idee von Martin Nudow. In gemeinsamem Brainstorming wurden weitere Ideen zur Anreicherung des Stoffs gesucht, ein vierköpfiges Drehbuchteam (Martin Nudow, Patricia Schädlich, Sebastian Schelenz, Bastian Terhorst) machte sich noch am selben Tag an die Ausarbeitung einer ersten Version, an der bis kurz vor Drehbeginn noch kontinuierlich gefeilt wurde.



Original-Idee von Martin Nudow:

Drehort: Wohnzimmer Altersgerechtes Wohnen Darsteller: kauzige Rentnerin und Schmucker Mann( Mitte 20) Oma sitzt auf Couch und telefoniert mit Freundin, während im Fernsehen Volksmusik läuft. Es klingelt an der Tür, weshalb sie ihre Freundin bittet dranzubleiben. Auf dem Weg zur Tür betrachtet sie sich im Spiegel, zupft an den Haaren und nimmt die Dritten in den Mund. Herein kommt ein junger Mann mit dem Mittegessen (Essen auf Rädern). Er stellt das Essen auf den Couchtisch. Oma setzt sich auf die Couch und wirft ihm sehnsüchtige Blicke zu. Er weist darauf hin, das es, so wie immer 8,50 kostet. Sie spielt die Überraschte und bittet ihn im rechten Schrank nachzusehen. Während er sucht und sich auch bücken muß, putzt sie noch mal die Brille, um besser seinen Hintern sehen zu können. So langsam wird er ungeduldig, weil er kein Geld findet. Sie bittet ihn im Linken Schrank nachzusehen. Während er dort sucht, nimmt sie einen Zehner aus dem Portemonaie, welches unter dem Cochkissen versteckt liegt. Sie steckt den Zehner in ihre Strickjacke. Als er das nächste Mal entnervt zu ihr kuckt, steckt sie theatralisch die Hände in die Tasche. Mit großer Verwunderung holt sie den Zehner aus der Jackentasche. Sie spielt die peinlich Berührte und gibt ihm den Zehner. Als er entschwindet ruft sie ihm ein „Auf wiedersehen, bis morgen„ hinterher. Sie nimmt den Telefonhörer wieder in die Hand und unterhält sich weiter mit ihrer Freundin.