Die Darsteller

Vera Kluth

ist Frau Lingner, eine verschmitzte alte Dame, der die Lust am Leben noch lange nicht vergangen ist. Sie weiß die Kleinigkeiten des Lebens zu genießen, und gelegentlich scheut sie sich nicht, ein wenig nachzuhelfen, um die süßen Momente des Alltags ein wenig zu verlängern – so etwa den täglichen Besuch „ihres" Essen-auf-Rädern-Zivis Holger.

Vera Kluth wusste schon mit fünf, dass das Theater ihre Bestimmung sein würde. Neben der Grundschule nahm sie Tanzunterricht bei Harald Kreutzberg, und erlernte später die Schauspielkunst an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin unter Gustav Gründgens. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurden die Theater und Schauspielschulen geschlossen, Vera Kluth nahm sofort nach Kriegsende ihre Ausbildung wieder auf und trat 1947 ihr erstes Engagement am Stadttheater Annaberg an. Es folgten Stationen in Magdeburg, Dessau, Leipzig und am Berliner Brechttheater. 1959 zog sie nach West-Berlin und fand bei der Theatertruppe der „Vaganten" eine neue künstlerische Heimat. Vera Kluth hat sie fast alle gespielt, die großen Frauenrollen, sei es bei Kleist, Hauptmann, Tschechow oder Brecht. Drei Jahre lang brillierte sie als Ines in Jean-Paul Sartres „Geschlossene Gesellschaft". 1980 verabschiedete sich Vera Kluth von ihrem Theaterpublikum, nahm von da an immer öfter Rollen in Fernsehproduktionen an, arbeitete für den Hörfunk oder lieh ihre Stimme als Synchronsprecherin zahlreichen ausländischen Schauspielerinnen.

Sven Philipp

ist Holger, Zivildienstleistender beim „Essen auf Rädern", stets freundlich und hilfsbereit, ein echter Musterzivi, völlig arglos, dass sich hinter der Vergesslichkeit von Frau Lingner ein wenig mehr verbergen könnte als nur das nachlassende Gedächtnis einer alten Frau.

Sven Philipp hat selbst Erfahrungen als Zivildienstleistender gesammelt, wenn auch nicht in der Altenpflege, sondern in der Kinderbetreuung. 1991 begann er die Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsson Bartholdy" in Leipzig, spielte seit 1994 am Deutschen Nationaltheater in Weimar, am „neuen theater" in Halle, und unternahm 1998 einen beruflichen Abstecher nach New York City. Erfahrungen in Film und Fernsehen sammelte er in Kurzfilmen wie André Bergelts „Es ist niemand da" von 1996 oder in Fernsehserien wie „Klinikum Berlin Mitte" und „Helicops". In „Otto, der Katastrophenfilm" war er ebenso zu sehen wie in Dominik Grafs Fernsehspiel „Reise nach Weimar" und zuletzt 2002 in Wolfgang Panzers Fernseh-Mehrteiler „Liebesau – Mitten in Deutschland".